Lebensstil: Minimalismus

Erdrückt von Akten und Notizen

- Als Gegenmittel empfehlen Minimalisten das papierlose Büro
Minimalistische Mönche
Minimalismus als gesellschaftliche Bewegung ist zwar vergleichsweise neu, es hat aber in der Geschichte immer Strömungen gegeben, die sich für einen einfachen Lebensstil eingesetzt haben. Daran erinnert folgende Geschichte:
Ein Tourist übernachtete in einem Kloster. Über die armselige Ausstattung der Zellen wunderte er sich, deshalb fragte er einen Mönch: «Wo habt ihr denn eure Möbel?» Der Mönch antwortete mit einer Gegenfrage: «Wo haben Sie denn Ihre?» Darüber wunderte sich der Tourist und sagte: «Meine? Ich bin doch nur auf der Durchreise!» Der Mönch lächelte: «Das sind wir auch.»
Unser Titelthema – Diskutieren Sie mit!
Minimalismus. Einfach leben.
Das Leben ist zu kompliziert geworden. Es gibt von allem zu viel: zu erledigende Aufgaben, Gegenstände in der Wohnung, gesellschaftliche und private Verpflich- tungen. Minimalisten widersetzen sich diesem Trend. Sie leben einfach – weil sie einfach leben wollen.
Das meistverkaufte amerikanische Selbsthilfebuch des Internetbuchhändlers Amazon war im November an vielen Tagen der Titel
«Simplify», zu deutsch: «Vereinfache». Geschrieben hat es Joshua Becker, ein typischer Mittelklasse- Amerikaner, der mit Frau, Sohn und Tochter in Vermont lebt. Er berichtet, wie er 2008 einen Frühlingssamstag zum Aufräumen seiner Garage auserkoren hatte. Im Gespräch mit der Nachbarin ulkte er nach stundenlanger Arbeit: «Je mehr Dinge Du besitzt, desto mehr besitzen die Dinge Dich.» Die Antwort der Frau sollte Beckers Leben verändern. Sie sagte: «Das ist der Grund, warum meine Tochter eine Minimalistin ist. Sie sagt mir immer, dass ich das ganze Zeug nicht brauche!»
Bücher nur noch elektronisch
Becker begann zu recherchieren, was Minimalisten sind – heute ist er selbst einer und propagiert einen einfachen Lebensstil. Der Untertitel seines «Simplify»-Buchs lautet: «7 Leitlinien, die jedem helfen, sein Haus und sein Leben zu entrümpeln.» Die Minimalistenphilosophie hat der amerikanische Familienvater auch in der Veröffentlichungsform umgesetzt: Verkauft wird es ausschließlich in der elektronischen Form, nicht als gedrucktes Buch, das nachher im Regal verstauben könnte. Und bei 99 Cent Verkaufspreis hat Becker auch an einen minimalistischen Geldbeutel gedacht.
Der Erfolg des Newcomers auf dem amerikanischen Büchermarkt zeigt einen Trend an, der in den vergangenen Jahren deutlich an Schwung gewonnen hat. Minimalismus ist zu einer Bewegung geworden, die immer mehr Menschen in den Industrienationen erfasst. Diese Menschen haben es satt, ihre Zeit mit dem Kaufen unnützer Kleider und Gegenstände zu verschwenden, mit dem Aufräumen und Abstauben einer vollgestellten Wohnung, mit dem ständigen Schaffen neuen Stauraums für Dinge, die man nicht wegwerfen mag.
Dabei sind sie keineswegs Konsumverweigerer. Produkte dürfen von hervorragender Qualität und richtig teuer sein, wenn sie dem einen Zweck dienen, das Leben einfacher zu machen. Es sind Leute, die Fernsehgerät und Stereoanlage verkaufen, um sich ein Hochleistungsnotebook anzuschaffen, um das ein Großteil ihres Arbeits- und Privatlebens kreist. Kelly Sutton zum Beispiel, der die Bewegung «The cult of less» (frei übersetzt: «Weniger ist Kult») aus der Taufe gehobenhat. Im Internet (cultofless.com) aktualisiert er ständig eine Liste mit den Dingen, die er (noch) besitzt. An oberster Stelle steht ein Mac-Computer im Wert von 2.399 Dollar. Sein Ziel ist es, alle seine Habseligkeiten in zwei Taschen und zwei Kartons verstauen zu können.
Hilfreich: die digitale Revolution
Ohne die digitale Revolution am Beginn des 21. Jahrhunderts hätten es Minimalisten wesentlich schwerer. Ihr Leben verläuft zwischen mobilen Festplatten und Speichern im Internet, der sogenannten «Cloud» (Wolke). Ihre Musik-CDs finden sich auf Festplatten kopiert, ebenso ihre Film-DVDs und Fotoalben. Wichtige Dokumente werden eingescannt oder abfotografiert und stehen dann elektronisch zur Verfügung. Neue Musik kauft man sowieso nur im Netz. Die CD-Hersteller leiden bereits schwer darunter – der Verkauf ihrer Scheiben ist laut einem BBC-Bericht in den vergangenen sechs Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen, während sich im gleichen Zeitraum das Geschäft mit Musikdateien aus dem Internet vervierfacht hat.
Bücher besorgt sich der Minimalist ausschließlich elektronisch. Dazu bedarf es nicht einmal zwingend weiterer Geräte, denn auf jedem Computer lassen sich E-Book-Programme installieren. Und Klassiker der Literatur gibt es im Internet sogar kostenlos (projekt.gutenberg.de). Die zwei wichtigsten Überlebensfragen des Minimalisten lauten: Hat mein Computer noch Strom? Und: Habe ich von allen wichtigen Daten eine Sicherungskopie? Ein Festplattencrash im falschen Moment könnte das Leben eines Minimalisten auf einen Schlag höchst kompliziert machen, wenn ihm dadurch wichtige persönliche Dokumente dauerhaft abhanden kommen.
Das Handy als (Fast-)Nichtskönner
Die Anbieter elektronischer Geräte haben den Trend zur Vereinfachung erkannt und setzen dem Leistungswahnsinn und den Bedienungsanleitungen von mehreren hundert Seiten alternative Maschinen entgegen. So gibt es jetzt ein Mobiltelefon, mit dem man praktisch gar nichts machen kann.
«John’s Phone» heißt es, man kann weder Mails abrufen noch im Internet surfen, weder seinen Facebookeintrag aktualisieren noch die neuesten Tweets auf Twitter lesen. Nicht einmal Kurznachrichten (SMS) lassen sich mit diesem Handy verschicken. Ach ja, etwas kann das kleine, recht- eckige Maschinchen doch: telefonieren. Und das auch noch richtig lange. Der Anbieter verspricht eine Standby-Zeit von drei Wochen – in dieser Zeit hat sich ein Smartphone mit seinem energiefressenden Datenverkehr längst totgestrampelt. Dass der handliche (Fast-)Nichtskönner knapp 80 Euro kostet, fällt dagegen weniger ins Gewicht – Minimalismus hat seinen Preis.
Zu den besonders einflussreichen Minimalisten gehört der US-Amerikaner Leo Babauta. Bekannt geworden ist er durch sein Internettagebuch zenhabits.net, wo er Empfehlungen für einen einfacheren Lebensstil und ein reflektierteres Leben gibt. Das «Zen» im Namen weist zwar auf fernöstliche Meditationspraktiken hin, tatsächlich ist Babauta aber in seinen Betrachtungen ganz undogmatisch und auch nicht missionarisch. Er hat zusätzlich einen Blog für Autoren am Laufen sowie die Minimalistenseite «mnmlst.com». Dort preist er in der Kategorie FAQ (Häufig gestellte Fragen) die Vorzüge des einfachen Lebensstils: weniger Stress, weniger Kosten, weniger Schulden, weniger Putzen und Instandhalten – dafür mehr Raum für Kreatives, für Familie und Freunde, für das Erleben von Frieden und Freude.
Ist Minimalismus langweilig?
Babauta gehört zu den Motoren der «100-Dinge- Herausforderung». Sie will Menschen dazu bringen, nur noch 100 Dinge zu besitzen. Entsprechende Listen werden im Internet veröffentlicht. Statt Besitz strebt Babauta Gesundheit an (das Rauchen hat er sich ab-, das Marathonlaufen angewöhnt), statt stundenlangem Abarbeiten von E-Mails widmet er sich lieber dem Spiel mit seinen sechs Kindern. Für die vergleichsweise hohe Kinderzahl entschuldigt er sich nahezu – er sei ja erst später Minimalist geworden. Er möchte keines der Kinder missen, «auch wenn sie zu meiner Philosophie des Verringerns nicht passen».
Natürlich findet ein so einflussreicher Minimalist wie Babauta auch seine Kritiker. Eine heftige Attacke unter dem Titel «Hüte Dich vor Babautas minimalistischem Lebensstil» ritt im März die renommierte Karriereberaterin Penelope Trunk. Sie wies darauf hin, dass ein radikal vereinfachtes Leben von ein paar Voraussetzungen abhänge, die nicht jeder erfüllen könne. Wer in seinem Beruf zum Beispiel viele persönliche Begegnungen mit Kunden hat, braucht einen Schrank voller Kleider zum Wechseln. Minimalismus wird ihrer Ansicht nach auch schwierig, wenn die eigenen Kinder stark der Werbung ausgesetzt sind. Dann steige der Druck dramatisch, bestimmte Dinge zu kaufen. Und schließlich brauche der Minimalist auch einen Freundeskreis mit minimalistischer Gesinnung, andere Beziehungen funktionierten nicht mehr.
Penelope Trunks härtester Vorwurf lautet aber: «Minimalismus ist fürchterlich langweilig.» Sie unterstellt deshalb Babauta, er sei von der beschaulichen westpazifischen Insel Guam wieder in die Großstadt San Francisco gezogen, um seinen Kindern mehr Anregungen bieten zu können.
Täglich kommt ein Gegenstand weg
Die Warnrufe der Karriereberaterin haben im deutschsprachigen Raum noch keine nennenswerte Resonanz gefunden. Auch hier tummeln sich Minimalisten. Die erste große Welle haben Lothar Seiwert und Werner Tiki Küstenmacher vor zehn Jahren mit ihrem Best- und Longseller «Simplify your life» ausgelöst (vgl. das Küstenmacher-Interview in Faktor C 4/2011). Ihr Ansatz war allerdings nicht so radikal. Vereinfachung ist aus ihrer Sicht auch dann gut, wenn man die Liste seiner Besitztümer nicht gleich auf eine zweistellige Zahl drückt. Einen langsameren Weg in ein schlankes Leben hat die Schweizerin Karin Friedli eingeschlagen. Sie bediente damit ein bisschen das Klischee der als bedächtig geltenden Berner, als sie im Sommer 2010 begann, sich täglich von einem Gegenstand zu trennen. Ob Mülleimer, E-Bay oder Gratisgabe an Freunde – mit dieser im Internet dokumentierten Methode entschlackte die junge Frau ihre Bestände erheblich. Die deutschsprachigen Minimalisten sind erstaunich jung. Der 23-jährige Alex Rubenbauer etwa wirbt auf seinem Blog mit dem Spruch «Minimalist in 21 Tagen» (ohne freilich ein konkretes Drei-Wochen-Programm zu präsentieren). Der 21-jährige Berliner Student Sebastian Michel nennt sich im Internet «Mr. Minimalist» und verspricht, seine jugendliche Unerfahrenheit durch Texte anderer Autoren aus den USA wettzumachen. Er hat auf jeden Fall schon verstanden, dass das Weggeben von Dingen und die Ordnung in der Wohnung kein Selbstzweck sein können, sondern Voraussetzung für den zweiten Schritt sind, den er so erklärt: «Die neuen Ressourcen (den Raum & die Zeit) so zu nutzen, dass sie den größtmöglichen, positiven Effekt auf das Leben haben!»
Jesus – der vergessene Minimalist
Ein Mann taucht in der Ahnengalerie der Minimalisten erstaunlicherweise fast nie auf: Jesus Christus. Dabei führte der Prediger aus Nazareth selbst für damalige Verhältnisse ein absolut aufs Wesentlichste reduziertes Leben (Jesus über sich: «Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.» – Lukas 9,58). Und auch seine Jünger schickte er bisweilen mit spartanischer Ausstattung in die Welt, ohne dass sie das als große Entbehrung erleben mussten. Was an Materiellem fehlte, wurde durch Gottvertrauen ausgeglichen. Der Evangelist Lukas berichtet: «Jesus sprach zu den Jüngern: Als ich euch ausgesandt habe ohne Geldbeutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr da je Mangel gehabt? Sie sprachen: Niemals.» (Lukas 22,35). Es ging also schon damals. Bei solchen Bibelversen müssten selbst radikalste Minimalisten unserer Zeit leuchtende Augen bekommen.















































Nur so viel am Weihnachtsmorgen - der Schöpfer hat sich schon etwas dabei gedacht unser Leben und unseren Lebensraum voll und reich zu gestalten - da ist von Minimalismus keine Spur.
Entscheidend für unser Leben in der Nachfolge Jesu scheint mir vor allem das Herz zu sein sein. Paulus fasst das Thema ganz gut in Epheser 5 zusammen. Und Jesus gibt uns einen wichtigen Hinweis in der Begegnung mit dem reichen Jüngling Matthäus 19, 16-26. Übrigens von Zachhäus verlangt er nichts dergleichen, da das Herz bereits die Klarheit dazu hatte. Es kommt also für jeden von uns darauf an - ein Mann, eine Frau nach dem Herzen Gottes zu werden. Dazu hält Gott keine Schablone hin sondern fordert uns auf uns selbst zu prüfen. Mit Paulus sollten wir sagen können: Ich kann reich sein, ich kann arm sein - ich bin alles in Christus. Gesegnete Weihnachten - an der Futter-Krippe.
Danke für die schnelle Antwort.
In meinem Sprachgebrauch ist "aufbauen" und - mehr oder weniger - "kopieren" etwas vollkommen anderes.
Aber kein Problem. Nun weiß ich immerhin, wie dieser Teil in den Text gekommen & an und für sich gemeint ist.
Ach & eine Sache noch:
Wenn du mich schon so explizit erwähnst und von meiner Seite zitierst, wäre es sehr freundlich von dir, wenn du mich - neben den anderen Autoren - ebenfalls verlinken könntest. Danke!
Freundliche Grüße,
Sebastian
Auf Deiner Seite steht Folgendes:
"Mir ist dabei sehr wohl bewusst, dass ich in gewisser Weise “erst” 21 Jahre alt bin. Jedoch sei versichert, dass ich alles tue um jeder Art Leser – egal ob jung oder alt, arm oder reich – gerecht zu werden. Besonders auch aus diesem Grund baut mein Blog auch auf Einigen übersetzten Texten überwiegend amerikanischer Kollegen auf."
Das habe ich so interpretiert wie im Text geschrieben. Wenn Du das anders gemeint hast, sorry - und vielen Dank für die Präzisierung auf unserer Diskussionsseite. Persönlich finde ich das absolut stark, dass Du dieses Projekt im Internet begonnen hast. Glückwunsch! Deshalb habe ich das auch hier aufgegriffen.
Herzliche Grüße, Marcus
Was mich jedoch interessieren würde:
Worauf genau bezieht sich der Autor des Artikels, wenn er mich und meinen Blog wie folgt "zitiert":
"...verspricht, seine jugendliche Unerfahrenheit durch Texte anderer Autoren aus den USA wettzumachen"
1) Es ist Okay einen (mittlerweile) 22Jährigen als "unerfahren" darzustellen - aber um es einmal so zu fragen:
Ist ein 10jähriger Christ weniger Christ als ein 42jähriger?
2) Wo "verspreche" ich, meine "Unerfahrenheit" mit Texten von anderen wettzumachen? Das ist schlicht gelogen.
Man mag von Religion, wie auch vom Minimalismus, halten was man will - aber ich muss zugeben: Für eine solche Seite hätte ich mir dann doch an manchen Stellen etwas anderes erhofft.
Nichts für ungut,
Sebastian
Allerdings komme ich mit einigen Punkten nicht so gut zurecht:
Die "digitale Revolution" ist zwar hilfreich, aber Bücher gibts auch in der Bücherei und die kann man auch ohne E-Reader lesen. Und nur weil man sich Festplattenspeicher leisten kann, werden sich Minimalisten nicht alles digital vollmüllen. Gerümpel gibt es nicht nur im Keller sondern auch im Computer. :)
Viele Leute, die sich mit Minimalismus beschäftigen kümmern sich übrigens kaum um diese "100 Dinge-Herausforderung" - es ist nur ein Hobbysport von Extremminimalisten, ihre Sachen aufzuzählen, aber was hat es für einen Sinn das zu tun, wenn die Sockenschublade als "1" zählt?! - Stimmt: Gar keinen. Deshalb lassen die meisten das. Diese 100 Dinge Sache hat übrigens Dave Bruno erfunden.
Die Warnungen von Penelope Trunk haben mich sehr laut lachen lassen. :D
"Wer in seinem Beruf zum Beispiel viele persönliche Begegnungen mit Kunden hat, braucht einen Schrank voller Kleider zum Wechseln. " -
Da fiel mir spontan Steve Jobs ein, der immer in Jeans und schwarzem Rollkragenpullover daher kam. Hat ihm das geschadet? Wohl kaum. Es ist sein Markenzeichen geworden. So eine "Uniform" - auch in mehreren Ausführungen - ist sehr minimalistisch.
Und dann das: "Minimalismus wird ihrer Ansicht nach auch schwierig, wenn die eigenen Kinder stark der Werbung ausgesetzt sind. "
Ich glaube kaum, dass Kinder von Minimalisten stark der Werbung ausgesetzt sind, weil MInimalisten etwas besseres zu tun haben, als die ganze Zeit vor der Glotze zu hocken. :D
"Und schließlich brauche der Minimalist auch einen Freundeskreis mit minimalistischer Gesinnung, andere Beziehungen funktionierten nicht mehr."
Ist das denn wirklich so?
Ich glaube, Frau Trunk macht sich das ein bisschen zu einfach.
Und diesen Satz verstehe ich auch nicht so ganz: "Die deutschsprachigen Minimalisten sind erstaunich jung. "
Klingt ja fast so, als wäre es schlimm, wenn man sich als junger Mensch mit einem alternativen Lebensstil auseinandersetzt. Die Älteren machen das anscheinend nicht?
mich fasziniert die Idee des Minimalismus schon seit längerem ungemein. Ich habe es für mich allerdings ein wenig 'transformiert' und bezeichne es als einen reduzierten Lebensstil und führe auch einen Blog zum Thema unter www.reduziert-leben.de.
Ich versuche mir das Anhäufen von überflüssigen Dingen abzugewöhnen und im weiteren Schritt Gegenstände loszuwerden die zu lange schon unberührt in längst vergessenen Ecken weggelagert wurden. Dennoch habe ich noch viele Dinge und ich werde mein Hab und Gut nie - wie manch andere Minimalisten - auf zwei Rucksäcke aufteilen können.
Jesus ist für mich an dieser Stelle allerdings Vorbild und oft der Hauptmotivator zu einem reduzierteren Lebensstil. Hier möchte ich mich daher vom letzten Absatz des Artikels ein wenig distanzieren. =)
Ich glaube in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation ist es wichtig, nicht über seinen Möglichkeiten zu leben sondern einen gesunden Blick für das wirklich Notwendige zu entwickeln. Mein 'reduziertes Leben' versucht einfach eine gute Mischung zu finden.
Abgesehen davon ist der Begriff Minimalismus mit Vorsicht zu behandeln. Denn eigentlich geht es im minimieren darum ein 'Mehr des Wesentlichen' zu gewinnen.
VG, Manuel