Montagsmanna 18.09.2017

Gehört der Glaube in die Schublade?
Von Robert J. Tamasy

Schubladen sind nützlich. Sie erlauben uns, Dinge zu sortieren und so wegzuräumen, dass wir sie leicht wiederfinden. Doch gehört auch unser Glaube in eine Schublade, wo wir ihn für besondere Anlässe wiedervorholen?

Ein Freund von mir, der Menschen im Geschäfts- und Arbeitsleben dazu ermutigen und herausfordern will, als Botschafter Jesu Christi zu leben, sagte neulich zu mir:

„Ich versuche, meinen Gruppen zu helfen, den Glauben in ihren Wirkungsbereich zu integrieren. Leider denken sie sehr in Schubladen und sind sonntags rechtschaffen und die restliche Woche heilige Terroristen.“

Eine starke, aber auch traurige Aussage. Es scheint so, als gelänge es diesen Geschäftsleuten nicht, die biblische Wahrheit in ihre Arbeitswoche zu integrieren. Das Ziel des „Montags Mannas“ ist von Beginn an, die praktische Relevanz der Bibel für unser Verhalten im Alltag und im Job zu zeigen.

„Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“, so die Volksweisheit. Doch die Bibel sagt, dass Jesu Gegenwart und Einfluss in unserem Leben überall und in allem sichtbar sein sollte:

Wem dienen wir? Wir nehmen an, unserem Unternehmen oder direktem Vorgesetzten zu dienen. Einerseits stimmt das. Andererseits heißt es in der Bibel, dass wir zu Höherem berufen sind. „All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist… Denkt bei allem daran, dass ihr für den Herrn und nicht für die Menschen arbeitet. Als Lohn dafür wird Gott euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr!“ (Kolosser 3,17+23-24).

Wir sind Teil einer einzigartigen Partnerschaft. Manchmal neigen wir dazu, den Wert unserer Arbeit und die Bedeutung unseres Alltags in Frage zu stellen. Doch laut Bibel sollen wir in Einklang mit Gott und Seinen Plänen arbeiten. „Wir sind Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerland und sein Bauwerk.“ (1. Korinther 3,9).

Letztlich kommt die Freude an der Arbeit von Gott. Wir erwarten häufig, dass unsere Arbeit uns Freude und Erfüllung bringt, aber wenn wir sie als Dienst an Gott und anderen Menschen sehen, wird sie noch bedeutungsvoller. „Das Beste, was ein Mensch da tun kann, ist: essen und trinken und die Früchte seiner Arbeit genießen. Doch das kann nur Gott ihm schenken! Denn wer kann essen und genießen ohne ihn?“ (Prediger 2,24-25).

Durch unsere Arbeit repräsentieren wir Jesus. Viele Menschen würden nie von sich aus in eine Kirche gehen. Durch unsere Arbeit haben wir ein Netzwerk, in dem wir Ihn repräsentieren können. „Als Botschafter Christi fordern wir euch deshalb im Namen Gottes auf: Lasst euch mit Gott versöhnen! Wir bitten euch darum im Auftrag Christi.“ (2. Korinther 5,20).

© 2017. Robert J. Tamasy ist Vizepräsident von Leaders Legacy, Inc., einer gemeinnützigen Organisation in Atlanta, Georgia, USA

Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

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