Montagsmanna 03..04.2017

Vom Versagen zur erstklassigen Bewertung
Von Rick Boxx

Matts Brustkorb zog sich zusammen, als er die Nachricht eines unzufriedenen Kunden auf dem Anrufbeantworter hörte: „Wir benötigen Ihre Dienste nicht länger. Ihr Unternehmen hat bei diesem Projekt versagt.“

Seine Reaktion ging von anfänglicher Enttäuschung bis zur Niedergeschlagenheit. Doch statt sich zu entschuldigen oder um eine zweite Chance zu betteln, reagierte Matt aus der Überzeugung heraus, das Richtige tun zu müssen. Er rief den Kunden an, bot an, die bereits bezahlten Beträge zurück zu erstatten, und garantierte dem Kunden eine Korrektur des Problems.

Der Frust und die Enttäuschung des Kunden wurden dadurch gemildert, dass Matt überraschenderweise nicht defensiv reagierte. Ermutigt durch die professionelle und fürsorgliche Art, mit der Matt die Situation anging, gab der Kunde Matts Unternehmen im Internet sogar eine ausgezeichnete Bewertung. So wurde aus einem Desaster eine weitergeführte und sogar noch vertiefte Geschäftsbeziehung.

Weil Matt schnell die schlechte Leistung seines Unternehmens zugegeben hat, wurde aus einem potentiellen Fehlschlag eine erstklassige Bewertung und Empfehlung.

Zu oft stehen wir in der Versuchung, Entschuldigungen zu machen oder die Schuld anderswo zu suchen, statt die Unzulänglichkeiten von uns persönlich oder von unseren Unternehmen zuzugeben. Doch im alttestamentlichen Buch der Sprüche heißt es, „Wer seine Sünden vertuscht, hat kein Glück; wer sie aber bekennt und meidet, über den erbarmt sich der Herr.“ (Sprüche 28,13).

Dies garantiert nicht, dass das Zugeben von ungenügendem Service immer dazu führt, dass man Kunden halten kann, aber aus den folgenden Gründen ist es dennoch gut, diesem Prinzip zu folgen:

Wenn wir einem Kunden Unrecht tun, tun wir Gott Unrecht. „Wenn es einmal lange Zeit nicht regnet, weil sie gegen dich gesündigt haben, wenn sie dann zu diesem Tempel gewandt beten und dich wieder als ihren Gott loben…“
(1. Könige 8,35).

Die Wiedergutmachung eines Unrechts stellt die Beziehung wieder her. „Der Herr sprach zu Mose: Ich gebe dir eine Anweisung, die für alle Israeliten gelten soll, ganz gleich, ob Männer oder Frauen: Wer einen anderen um sein Eigentum betrügt, lehnt sich gegen mich, den Herrn, auf und macht
sich schuldig. Er soll sein Vergehen zugeben und alles zurückerstatten, was er dem anderen schuldet, ja, sogar noch ein Fünftel des Wertes hinzufügen.“ (4. Mose 5,6-7).

Wenn wir ein Unrecht zugeben, werden wir selbst geheilt. „Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.“ (Jakobus 5,16).

Diese Prinzipien sind eine große Motivation, Unrecht oder Versagen zu bekennen und wieder gut zu machen. Das Zugeben von Fehlern und Unzulänglichkeiten kann eine Gelegenheit sein, Herz zu zeigen. Gott und unsere Mitmenschen werden das zu schätzen wissen.

Copyright 2017, Integrity Resource Centre, Inc.) Aus „Integrity Moments with Rick Boxx“, eine Kommentarreihe über Ehrlichkeit am Arbeitsplatz aus christlicher Sicht.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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