Wer sich immer weiter in Schulden verstrickt, wird darin umkommen.
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Vehemenz und Hartnäckigkeit uns seit Monaten täglich das Thema der möglichen Griechenland-Pleite, der Bewertungs-Troika aus EU, IWF und EZB sowie die immer wieder neuen - "alternativlosen" - Erweiterungen sämtlicher Rettungsschirme begegnen.
Natürlich ist die Angst groß und die Materie komplex, so dass es hier keine einfachen Lösungen geben kann. Und doch ist eines sicher: Wer sich immer weiter in Schulden verstrickt, wird darin umkommen. Das gilt für Staaten, aber das gilt auch für Unternehmen und Privatpersonen. Der Preis für eine Entschuldung steigt stündlich wie der Wasserstand beim Hochwasser.
Die Gefahr einer Versklavung und Verknechtung durch immensen Schuldendienst, der nicht selten dann auch generationenübergreifend abbezahlt werden muss, ist enorm. Immer wenn - gemessen am jeweiligen Haushalt eines Staates, eines Unternehmens oder einer Privatperson - ein Vielfaches der zu erwartenden Erträge an Schulden aufgenommen wird, ist allerhöchste Vorsicht geboten.
Nicht zufällig gab es schon zu Zeiten des Alten Testamentes klare Anweisungen zum Thema Schuldenmachen. Da schreibt der weise König Salomo in seinen Sprüchen: "Der Reiche herrscht über die Armen; und wer borgt, ist des Gläubigers Knecht." (Spr.22,7)
Für den aktuellen Moment scheint die Chance auf geliehenes Geld immer als die attraktivste Lösung, denn erstmal ist man wieder handlungsfähig. Aber es wie ein süßes Gift. Die schädlichen Nachwirkungen der Versklavung kommen.
Wollen wir hoffen und daran arbeiten, dass in unserer Welt nicht noch mehr Staaten, Unternehmen und Privatpersonen zu Schulden-Junkies werden.
Wer sich mit dem Thema "Schulden" aus christlicher Sicht noch näher befassen möchte, dem empfehle ich die aktuelle Ausgabe unseres christlichen Wirtschaftsmagazins "Faktor C". Sie erhalten diese am nächsten Bahnhof oder können es hier online bestellen.
Herzlicher Gruß
Ihr Timo Plutschinski CiW-Geschäftsführer |