06.10.2011

Christen immer wichtiger für chinesische Wirtschaft

Christen im "Reich der Mitte": Karl Schock, Timo Plutschinski, Dr. Zhaoxiao. Foto: privat

Wuppertal. Christliche Unternehmer spielen in der chinesischen Wirtschaft eine immer größere Rolle. Durch das rasante Wachstum des Christentums im bevölkerungsreichsten Land der Welt gibt es inzwischen Firmen mit mehreren tausend Mitarbeitern, die von Christen nach biblischen Prinzipien geleitet werden. Das berichten der Geschäftsführer des Verbands „Christen in der Wirtschaft“, Timo Plutschinski (Wuppertal), und der Unternehmer Karl Schock (Schorndorf bei Stuttgart) nach ihrer Rückkehr von einer missionarisch ausgerichteten Wirtschaftskonferenz in China, zu der sie als Redner eingeladen waren.

Nach Schocks Angaben ist in der 8-Millionen-Einwohner-Stadt Shenyang nahe der nordkoreanischen Grenze bereits eine Akademie für christliche Führungskräfte im Bau. In den Gebäuden auf dem 230 Hektar großen Gelände sollen Christen lernen, wie sie chinesische Firmen und Abteilungen erfolgreich führen und gleichzeitig christliche Werte leben und weitergeben können. Die christlichen Unternehmer fördern Integrität und Gerechtigkeit in der von Turbokapitalismus geprägten chinesischen Wirtschaft. In China beschäftigen christliche Unternehmer schon heute zahlreiche Firmenseelsorger, die sich ausschließlich um das geistliche Wohl der Mitarbeiter kümmern.

Regierungsbeamte haben den christlichen Unternehmertag in Hanzhou eng überwacht, griffen aber nicht ein, sagte Plutschinski. Insgesamt sei die Freiheit der Christen im Land in den vergangenen Jahren angestiegen. Die Regierung wache allerdings genau darüber, dass christliche Bewegungen nicht vom Ausland gesteuert werden, sondern aus dem Land selbst kommen. Laut Plutschinski und Schock haben die Veranstalter der Wirtschaftskonferenz „erstaunlich offen über das Evangelium und die Notwendigkeit des Glaubens an Jesus Christus“ gesprochen.

Wie die Veranstalter berichteten, sind während des Unternehmertages mehrere Menschen alleine durch die Vorträge Christen geworden. Manche seien mehr als 1.000 Kilometer angereist, um teilnehmen zu können. Für 2012 ist erneut eine Delegationsreise von christlichen Führungskräften aus Deutschland nach China geplant.

red