28.06.2013

Deichmann erhält Karl-Barth-Preis

Ausgezeichnet für engagiertes Christsein: Heinz-Horst Deichmann. Foto: Deichmann

Einer der erfolgreichsten evangelikalen Unternehmer in Deutschland wird im kommenden Jahr mit dem Karl-Barth-Preis geehrt: Heinz-Horst Deichmann (Essen). Das gab die Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der EKD in Berlin bekannt. Der 86-Jährige – Mitglied einer evangelisch-freikirchlichen Brüdergemeinde – hat die größte Schuheinzelhandelskette Europas aufgebaut. Er erhalte die Auszeichnung, weil er das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat bezeuge und auch als Unternehmer Christ und Theologe geblieben sei, heißt es in der Begründung der Jury.

Deichmann habe durch die Begegnung mit der Theologie Karl Barths „den Gedanken der Freiheit und der Liebe“ als Zentrum seines Glaubens entdeckt. Mit seinem christlichen Zeugnis verbinde sich das Lebenswerk eines Unternehmers, dessen Handeln von Gottes Zuspruch und Anspruch auf das ganze Leben geleitet werde.

Deichmann hörte während seines Theologiestudiums in Bonn Gastvorlesungen von Karl Barth (1886-1968), der als einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhundert gilt. Er promovierte 1951 im Fach Medizin und führte ab 1956 das Familienunternehmen. Leitend sei für Deichmann, so die Jury, auch Barths Erkenntnis geworden, dass Gottes Erbarmen allen Menschen und nicht nur den Christen gelte. Das Familienunternehmen legte stets großen Wert auf soziales Engagement. 1977 gründete Deichmann das Hilfswerk „wortundtat“, das Notleidende in Indien, Tansania, der Republik Moldau und Griechenland unterstützt. Von dessen Arbeit haben nach eigenen Angaben bisher über 117.000 Bedürftige profitiert.

Die Deichmann-Gruppe beschäftigt weltweit 33.700 Mitarbeiter, davon 14.350 in Deutschland. Sie wird seit 1999 von Deichmanns Sohn Heinrich geleitet. Er ist Baptist.

idea