02.11.2011

Manfred Schaller neuer IVCG-Präsident

Manfred Schaller. Foto: IVCG

Zum neuen Präsidenten der Internationalen Vereinigung Christlicher Geschäftsleute (IVCG) ist erstmals ein Deutscher gewählt worden: Manfred Schaller (62) aus Mosbach bei Heidelberg. Der gebürtige Pforzheimer war bisher Vorstand des deutschen Zweiges der überkonfessionellen Bewegung, die Führungskräfte in Wirtschaft und Politik mit dem christlichen Glauben vertraut machen will.

Schaller ist gelernter Bankkaufmann, hat eine theologische Ausbildung absolviert und wirkte 14 Jahre - zuletzt als Direktor - auf Schiffen des Missionswerkes Operation Mobilisation. Seit 19 Jahren ist er für die IVCG tätig, die an 80 Orten in Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz sowie in Brüssel mit rund 800 ehrenamtlichen Mitarbeitern aktiv ist. Theologisch ist sie evangelikal ausgerichtet.

Schaller - verheiratet mit seiner Frau Gerda und Vater dreier Kinder - sagte nach seiner einstimmig erfolgten Wahl in Frankfurt am Main durch die Delegierten aller Gruppen, die IVCG unterscheide sich von anderen christlichen Organisationen, die auch Verantwortliche in der Wirtschaft ansprächen, durch einen „klaren, einseitig missionarischen Auftrag".

Dabei gelte es zu überlegen, ob die bisherige Art zu wirken auch in Zukunft noch so bleiben müsse. Die IVCG lädt vor allem zu Vortragstreffen mit Abendessen in Hotels ein. Bekannt ist sie auch durch die sechs Mal im Jahr erscheinende Zeitschrift „reflexionen".

Schaller löst Rechtsanwalt Christoph Wyss (63, Bern) ab, der 20 Jahre als Präsident amtierte und vorerst im Vorstand bleiben wird. Der Stuttgarter Mathematikprofessor Bodo Volkmann würdigte Wyss als einen Präsidenten, der die IVCG souverän, geistlich und mit „geheiligter Ruhe" selbst in schwierigen Situationen erfolgreich geleitet habe. Die IVCG wurde 1957 von dem Züricher Juristen Adolf Guggenbühl gegründet.

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