Beunruhigende Fakten zur Komfortzone (Sergio Fortes)

09.12.2019

Vor einigen Monaten erschien ein Montags Manna, welches sich mit dem Thema „Komfortzone“ befasste. Dieses Thema möchte ich nun wieder aufgreifen, denn es betrifft uns alle.

In unserer Komfortzone fühlen wir uns wohl und weniger bedroht, sie ist vertraut und vorhersehbar. Sie scheint komfortabel, weil wir in ihr nicht übermäßig herausgefordert werden.

 

Unsere individuelle Komfortzone besteht aus bestimmten Handlungen, Gedanken, Konzepten und Verhaltensweisen, die zur ständigen Gewohnheit geworden sind. Die Komfortzone bringt Harmonie und ist frei von Angst und Risiko. Doch das Leben in der Komfortzone hält uns davon ab zu entdecken, welche Fähigkeiten noch in uns schlummern, und davon, neue Ideen zu entwickeln, sie blockt Fragen ab und verhindert Entscheidungen.

Wenn wir in Sicherheit sind und das Gefühl haben, alles unter Kontrolle zu haben, finden wir es oft schwierig, diesen Status quo zu verändern. Doch die Komfortzone kann in einem Unternehmen oder bei einzelnen Menschen zu Langeweile, Stagnation, Unzufriedenheit und Neid führen und als Ausrede für alles herhalten.

Wenn wir uns dafür entscheiden, in der Komfortzone zu bleiben, geben wir einen Entwicklungsprozess und Wachstumschancen auf. Außerhalb der Komfortzone entdecken wir neue Gelegenheiten und Potential, entwickeln mehr Vertrauen und Kreativität, ja sogar unser Lebenswillen wird gestärkt.

Die Bibel liefert zahlreiche Beispiele von Menschen, die sich in ihrer Komfortzone befanden; doch Gott hatte größere und bessere Pläne für sie. Dazu führte Er sie aus ihrer jeweiligen Komfortzone heraus. Hier sind einige davon:

Die Herausforderung an Abram. Gott forderte Abram heraus: „Geh fort aus deinem Land, verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde!“ (1. Mose 12,1-3).
Trotz des wunderbarenVersprechens, dass er „der Stammvater eines großen Volkes“ werden würde, war es ein ziemlicher Angriff auf Abrams Komfortzone. Dem Wort „Geh fort“ entspricht im Hebräischen „lech-lecha“, ein Wortspiel aus zwei fast identischen Wörtern. Das erste bedeutet „geh“, das zweite „zu dir selbst“. Abrams traumatischer Auszug aus seiner Heimat war mit der Herausforderung verbunden, seine authentischste Identität zu finden.

Das Großprojekt „Gelobtes Land“. Für Israel, ein Volk, das seit vier Jahrhunderten in der gleichen Routine lebte, brachte Gottes Anweisung, ins Gelobte Land auszuziehen, alles durcheinander. Gott brachte große Führungskräfte hervor, die das Volk bedacht durch den Prozess führten, den wir als „Exodus“ bezeichnen. Er ist ein einzigartiges Beispiel dafür, wie wir uns unserer Komfortzone bewusstwerden und sie überwinden.

Das andere Ufer entdecken. Jesus Christus forderte Seine Jünger heraus: „Lasst uns über den See ans andere Ufer fahren!“ (Markus 4,35). Sie kannten den See sehr gut und wussten, wie man gut auf die andere Seite kommt. Dennoch war es eine große Herausforderung: Es war spät und riskant. Kurz nachdem sie losfuhren, kam ein wütender Sturm auf! Ihre Komfortzone löste sich in Luft auf. Nur das Vertrauen auf Jesus ermöglichte ihnen zu überleben.

Jesu Aussage ist beruhigend: „Lasst uns…“ Wissen Sie warum? Weil Er mit uns mitgeht. Und wenn wir das wissen, kann das Überqueren „ans andere Ufer“ ein sicheres und beglückendes Abenteuer werden!

Sergio Fortes ist Berater für strategisches Management und Konzernführung sowie Mitglied des CBMC Brasilien.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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