Dankbar sein – jederzeit (Robert J. Tamasy)

25.11.2019

Für was sind Sie dankbar: Ihre Karriere, Ihre Familie, Ihre Gesundheit, finanziellen Wohlstand? Wie oft halten Sie inne, um über das Positive in Ihrem Leben nachzudenken, wirklich dankbar zu sein? Wann drücken Sie wem und für was Ihren Dank aus?

In den USA ist diese Woche von zwei wichtigen Ereignissen geprägt: Dem offiziellen Beginn der Weihnachtssaison (die für viele Händler schon Mitte August begonnen hat) und dem Thanksgiving-Fest, ein Feiertag, an dem wir für die Segnungen in unserem Leben danken. Einige richten dabei ihre Aufmerksamkeit auf Gott, von dem diese Segnungen kommen, andere schreiben das Gute in ihrem Leben ihrem Glück oder ihren eigenen Anstrengungen zu.

Ich persönlich danke Gott, laut Bibel der Schöpfer, Versorger und Erhalter all dessen, was ist, was war und was sein wird. Ich weiß, dass ich bestimmte Gaben und Fähigkeiten besitze, aber auch, dass ich nichts getan habe, womit ich sie verdient hätte. Sicher konnte ich sie nirgendwo kaufen. Ich glaube, der Herr hat sie mir gegeben, damit ich sie entwickle und benutze, zu Seiner Ehre. Dafür und für vieles andere danke ich Ihm.

Ich bin aber auch der Ansicht, dass wir das Danken nicht auf einen bestimmten Tag konzentrieren sollten. In 1. Thessalonicher 5,18 heißt es: „Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen. All das erwartet Gott von euch, und weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, wird es euch auch möglich sein. “ Ja, es heißt tatsächlich „wie eure Lebensumstände auch sein mögen“.

Das heißt, wir sollen nicht nur für die guten Dinge in unserem Leben danken, sondern auch für schwierige, ja sogar schmerzvolle Umstände. Dies wird auch in Philipper 4,6 ersichtlich: „Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!

Es ist einfach, dankbar zu sein, wenn alles gutgeht, die Rechnungen bezahlt sind, wir mehr als genug anzuziehen haben, wir ein Dach über dem Kopf und Essen im Kühlschrank haben, wir gesund sind und unsere Arbeit gern machen.

Doch wir alle wissen, dass es im Leben auch Nöte und Widrigkeiten gibt. Wir haben einen Unfall, im Geldbeutel herrscht Ebbe, ein nahestehender Angehöriger bekommt eine angsteinflößende Diagnose, bei der Arbeit läuft es zäh und frustrierend – und eine Änderung ist nicht in Sicht. Wie sollen wir da dankbar sein? Ich denke, wir finden die Antwort darauf in der Bibel. Wir sollten auf Gott schauen, der verspricht, immer bei uns zu sein und unsere Bedürfnisse zu erfüllen, und nicht auf unsere Umstände, wie besorgniserregend sie auch sein mögen.

In einem bekannten Psalm gibt der Beter zu, „In auswegloser Lage schrie ich zum Herrn.“, fügt dann aber hinzu, „Da holte er mich aus der Bedrängnis heraus und schenkte mir wieder die Freiheit. Der Herr ist auf meiner Seite, ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten. Was kann ein Mensch mir schon antun?“ (Psalm 118,5-6). In dieser Sicherheit kann er zu Beginn und am Ende des Psalms beten, „Dankt dem Herrn, denn er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf!“ (Psalm 118,1 bzw. 29).

Wenn wir darauf vertrauen, dass Gott alles unter Kontrolle hat, können wir Ihm in guten wie in schlechten Zeiten danken. Wie es in einem anderen Psalm heißt: „Geht durch die Tempeltore ein mit Dank, betretet die Vorhöfe mit Lobgesang! Preist ihn und rühmt seinen Namen!“ (Psalm 100,4).

 

© 2019. Robert J. Tamasy ist Vizepräsident von Leaders Legacy, Inc., einer gemeinnützigen Organisation in Atlanta, Georgia, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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