Das Ende im Blick behalten (Ken Korkow)

19.08.2019

Vor zwei Jahren kündigte ich zwei Zeitungsabos, die ich Jahrzehntelang erhalten hatte. Sie verschlangen meine Zeit und stellten meiner Ansicht nach eine Zusammenfassung dessen dar, was unser geistlicher Feind, Satan, am Tag zuvor getrieben hatte.

Außerdem kündigte ich meine Facebook, Twitter und LinkedIn Accounts, ebenfalls weil ich nur begrenzte Zeit und Energie habe, die ich lieber Gott zur Verfügung stellen möchte. Ich möchte mich darauf konzentrieren, Gott näher kennenzulernen, und mein Leben Ihm zur Verfügung stellen.

Jeden Tag bitte ich den Herrn um göttliche Begegnungen und Bewahrung vor Zeitfressern, und Er erhört diese Bitten. Er wirkt in meinem Leben auf eine Art und Weise, wie ich es mir nie hätte träumen lassen. Das höchste Abenteuer im Leben besteht darin, Gottes Wirken zu schauen und Teil Seines Plans zu werden.

Vor kurzem traf ich einen Marineveteranen, den ich noch nicht kannte. So erzählte ich ihm beim Mittagessen meine Geschichte. Wenn ich merke, dass Menschen nicht offen für ehrliche Gespräche sind, investiere ich meine Zeit besser anders. Doch auch dann lasse ich die Tür offen, so dass sie sich, wenn es ihnen richtig schlecht geht, daran erinnern, dass sie mir so wichtig waren, dass ich aufrichtig und transparent ihnen gegenüber war, und dass sie jederzeit wieder zu mir kommen können.

Der besagte Marineveteran unterbrach mich mitten in meiner Geschichte. Er erzählte mir von einem ernsthaften Selbstmordversuch am Tag zuvor.

Wir trafen uns wieder. Das Leben dieses Veteranen hatte sich auf erstaunliche Art und Weise verändert. Aus seinem Überfluss gibt er an andere Veteranen weiter. Sie suchen unsere Unterstützung beim Überwinden von Kriegstraumata oder wollen Gott näher kennenlernen.

Wenn ich das Leben Jesu Christi betrachte, erkenne ich die Wahrheit einer Feststellung von Oswald Chambers: „Der größte Feind unserer Beziehung zu Jesus ist unser Dienst für Ihn.“ Jesus diente den Menschen, doch dieser Dienst resultierte aus dem Überfluss von Gottes Geist. In ähnlicher Art und Weise erkenne ich immer mehr die Notwendigkeit, mich mit Gottes Wort zu beschäftigen, allein zu sein und zuzuhören. Unnötige Ablenkungen zu eliminieren.

Vor achtundvierzig Jahren machte ich meinen Master in Business Administration. Aus dieser großen Investition an Zeit und Geld ist nur eines wichtig geblieben: Das Ende im Blick zu behalten.

Meiner persönlichen Beobachtung nach verlieren viele Jesus-Nachfolger den Wunsch, ihren Weg mit Gott zu suchen, zu wachsen und Ihm zu gehorchen. Wenn sie gefragt werden, was der Herr in ihrem Leben und durch ihr Leben bewirkt, erzählen die meisten Menschen eine Geschichte von vor 10 Jahren. Aber ich durfte auch einige Männer begleiten, die ihr Leben gut zu Ende gebracht haben, die ihren Herrn kannten und Ihm dienten.

Durch unseren Einsatz von Zeit, Talent und allem, was der Herr uns anvertraut, entscheiden wir jeden Tag, ob wir unser Leben zu einem guten Ende bringen und positive, ewige Wirkung auf das Leben anderer haben werden.

 

Ken Korkow lebt in Omaha, Nebraska, USA, wo er als Regionalleiter für die CBMC tätig ist, die die Montags Mannas herausgibt.
Mit freundlicher Genehmigung.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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