Denkwürdige Momente (Jim Langley)

08.04.2019

Welche denkwürdigen Momente hatten Sie in Ihrem Leben? Ich denke dabei an Augenblicke, in denen sich alles ändert.

Wir verlieren unsere Arbeit oder finden unsere Traumarbeitsstelle. Wir beschließen, selbstständig zu werden und gründen unser eigenes Unternehmen. Wir heiraten oder werden Eltern.

Die Bezeichnung „denkwürdige Momente“ habe ich in Anlehnung an unzählige Bibelstellen gewählt, in denen es heißt, dass Gott Sein Volk anwies, Denkmäler zu errichten, um zukünftige Generationen an Seine Güte und Liebe zu Seinem Volk zu erinnern.

Im Laufe meines Lebens und meiner Karriere hat Gott mich unvergessliche, lebensverändernde Erfahrungen machen lassen, die zumindest in meiner Erinnerung Denkmäler verdient haben. Vor allem in jüngerer Zeit denke ich dabei schnell an „denkwürdige Momente“ in meinem Kampf gegen den Krebs.

Alles begann mit der Besorgnis meines Hausarztes im Frühjahr 2017 hinsichtlich meiner erhöhten PSA-Werte (prostataspezifisches Antigen). Seit der letzten Untersuchung zwei Jahre zuvor hatten sie sich um 50 % erhöht. Selbst nach der Untersuchung durch einen Urologen konnte ich nicht akzeptieren, dass ich Prostatakrebs hatte.

Bevor ich mich einer Biopsie unterzog, wollte ich wissen, welche Alternativen es dazu gab. Der Urologe empfahl einen Test, der das hypothetische  Krebsrisiko messen könne. Tatsächlich ergab dieser Test, dass eine Biopsie erforderlich war. Der Krebs musste aus meinem Körper entfernt werden.

Der Urologe schlug die chirurgische Entfernung der Prostata vor, damit sich der Krebs nicht auf andere Organe ausbreiten könne. Doch ich wollte zuerst alle alternativen Methoden bedenken. Einer meiner Kunden hatte sich vor ca. fünf Jahren einer innovativen Krebsbehandlung unterzogen und war seither krebsfrei. Das hörte sich also vielversprechend an.

Doch obwohl diese Behandlung nach einer ersten Untersuchung möglich schien, stellten sich die Kosten dafür als großes Problem dar. Im Gebet spürte ich keinen Frieden darüber. Dann traf ich einen Bekannten, der selbst vor kurzem an Prostatakrebs erkrankt war und im Rahmen einer Studie erfolgreich behandelt wurde. Ich lotete diese Möglichkeit aus, aber schließlich stellte sich heraus, dass meine Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen würde.

Daraufhin wurde ich zu einem Urologen überwiesen, der mir stattdessen eine Kryotherapie empfahl, ein minimalinvasives Verfahren, das seiner Ansicht das Beste für mich sei. Und meine Krankenkasse wollte fast alle Kosten dafür übernehmen!

Als ich nach dem Eingriff erwachte, war ich erleichtert zu hören, dass alles gut gegangen war. Als Christ hatte ich ständig um Weisheit im Umgang mit der niederschmetternden Diagnose und in der Auswahl der richtigen Behandlung gebetet und dabei einen denkwürdigen Moment nach dem anderen erlebt. In Sprüche 3,5-6 heißt es, „Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem Herrn! Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg.“ Ich werde nie vergessen, wie Er mich auf unvorhersehbaren Wegen geführt hat.

Auch Geschäftsleute analysieren Alternativen und damit verbundene Kosten, bevor sie wichtige Entscheidungen treffen. Als Jesus-Nachfolger brauchen wir außerdem übernatürliche Weisheit, ob wir Gottes Willen und Seinem Weg folgen. Wenn wir dem Herrn auf unseren Wegen treu bleiben, können wir
Ihm die Ehre geben.

Jim Langley ist seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und engagiert sich seit langem beim CBMC. Auch durch sein Schreiben
ermutigt er gerne andere Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
CBMC INTERNA TIONA L: Jim Firnstahl, President. Tel.: +1 402 431 0002 – Fax: +1 402 431 1749 Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210,
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