Die Welt braucht mehr Cowboys (Robert J. Tamasy)

13.05.2019

Vor kurzem schaute ich ein kurzes Werbevideo der Universität Wyoming mit dem Titel „Die Welt braucht mehr Cowboys“. Beim erneuten Anschauen des Videos erschien mir die Aussage sehr treffend.

Das Video fragt: „Wo ist die Neugier geblieben, die uns keine Ruhe lässt? Wann haben wir aufgehört, neu zu fragen und Antworten zu suchen? Sollen wir blind den vorbestimmten Wegen folgen, wenn es jenseits der ausgetretenen Pfade so viel Neues zu entdecken gibt? Die Welt braucht mehr Wunder, mehr Querdenker, die nach einer Herausforderung hungern. Die Welt braucht mehr Cowboys… Den Geist des Außenseiters, den Geist des Pioniers, die Art von Geist, die etwas beweisen will…“

Ich will hier keine Werbung für die Universität machen, ich war selbst noch nie in Wyoming. Aber dieses Video spricht etwas Wichtiges an. Ich denke, auch in unserer Rolle – oder Berufung – als Geschäftsleute und Berufstätige würde uns dieser „Cowboy-Spirit“ gut zu Gesicht stehen, ungeachtet unserer Kultur, ethnischen Herkunft, unseres Geschlechts oder unserer Tradition.

Wenn wir das Leben von Jesus Christus und Seinen Nachfolgern wie es in der Bibel beschrieben wird betrachten, können wir erkennen, dass diese Fischer, Handwerker und Zöllner alle ein bisschen wie Cowboys lebten. Jesus  ließ sie gegen den Strom ihrer Kultur und der vorherrschenden Religion schwimmen und neues, unbekanntes Territorium in Besitz nehmen.

Unter anderem erklärte Jesus die Freiheit von gesetzlichem Verhalten, vereinfachte die Richtlinien für den Alltag, gab Frauen nie dagewesene Würde und Wertschätzung und zeigte einen revolutionären neuen Weg auf zu einer wachsenden, praktischen Beziehung zu Gott. Auch in der heutigen Arbeitswelt können wir als Jesus-Nachfolger eine Cowboy-Mentalität von Neugierde, Mut, Innovation und Hunger nach Herausforderungen kultivieren. Hier sind einige Beispiele:

Vorsicht vor ausgetretenen Pfaden. Die Zwänge unserer Kultur und der Druck unserer Peergroup drängen uns häufig in die Richtung, die die meisten anderen einschlagen, doch Jesus forderte uns auf, einen anderen Weg zu nehmen. „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und der Weg dorthin bequem. Viele Menschen gehen ihn. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal! Deshalb finden ihn nur wenige.“ (Matthäus 7,13-14).

Bleiben Sie sich treu. Werte wie Treue und Verbindlichkeit gelten heutzutage oft nicht viel. Doch so wie Cowboys verstehen, wer sie sind und was sie machen, so dass sie alle Ablenkungen vermeiden können, müssen auch wir uns darauf konzentrieren, wer wir sind und warum uns Gott da hingestellt hat, wo wir sind: „…entscheidet euch heute, wem ihr gehören wollt: den Göttern, die eure Vorfahren jenseits des Euphrat verehrt haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr lebt. Ich aber und meine Familie, wir wollen dem Herrn dienen.“ (Josua 24,15).

Wagen Sie es, anders zu sein. Jeden Tag sind wir versucht, uns „den Maßstäben dieser Welt anzupassen“, wie es in Römer 12,2 heißt, doch als Botschafter Jesu Christi sind wir dazu berufen, anders zu sein, so dass unser Leben und die Art und Weise, wie wir an unsere Arbeit herangehen, Fragen in anderen Menschen aufwerfen: „Allein Christus, den Herrn, sollt ihr ehren. Seid immer bereit, Rede und Antwort zu stehen, wenn euch andere nach der Hoffnung fragen, die euch erfüllt. Begegnet ihnen freundlich und mit Respekt.“ (1. Petrus 3,15-16).

© 2019. Robert J. Tamasy ist Vizepräsident von Leaders Legacy, Inc., einer gemeinnützigen Organisation in Atlanta, Georgia, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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