Liebe im Büro, gegen die nichts einzuwenden ist (Robert J. Tamasy)

10.02.2020

An was denken Sie, wenn Sie „Liebe im Büro“ hören? Vielleicht an eine romantische Beziehung zwischen Kollegen? Solche Beziehungen werden in manchen Unternehmen nicht gerne gesehen und müssen geheim gehalten werden. Doch was ist mit einer Art von Liebe im Büro, gegen die nichts einzuwenden ist?

Ich beziehe mich auf die Art von Liebe, die in der Bibel häufig beschrieben wird. Zum Beispiel sagte Jesus bei zahlreichen Gelegenheiten zu Seinen Nachfolgern: „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“ (Matthäus 22,39). Dem ging das voraus, was er das „wichtigste Gebot“ nannte: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.“ (Matthäus 22,37).

Gut und schön in einem religiösen, geistlichen Umfeld. Doch wie sieht es in der alltäglichen, hochkompetitiven Geschäfts- und Arbeitswelt aus? Was hat die Liebe da zu suchen? Doch wenn wir genauer hinsehen, können wir erkennen, dass Liebe viel damit zu tun haben kann – und sollte –, wie wir uns verhalten und mit anderen umgehen.

Das, was Jesus über Liebe gegenüber Gott, uns selbst und unseren Mitmenschen sagte, hat nichts mit den emotionalen, warmen Gefühlen zu tun, die wir geliebten Menschen gegenüber empfinden. Es geht darum, Gott in all unserem Tun zu ehren, und dabei echtes Interesse und Fürsorge anderen gegenüber zu zeigen, auch Kollegen, Mitarbeitern, Vorgesetzten, Kunden und Lieferanten gegenüber.

Denken Sie an folgenden Bibelvers über Liebe: „Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16). Bei dieser Liebe ging es nicht um Umarmungen und Küsse. Es ging um den Ausdruck göttlicher Liebe und Aufopferung, Liebe, die der menschliche Geist nicht umfassend verstehen kann. Doch jeden Tag unseres Lebens können wir von dieser Liebe profitieren.

Menschlich gesehen können wir diese Art von Liebe nicht reproduzieren, doch gleichzeitig sind wir als Jesu Nachfolger dazu berufen, den Menschen um uns herum aufrichtige, aufopferungsvolle Liebe entgegen zu bringen, ob am Arbeitsplatz, zu Hause oder in unseren Gemeinden. Jesus sagte, „Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für die Freunde hingibt.“ (Johannes 15,13).

Wie dies genau aussieht, ist von Person zu Person unterschiedlich und teilweise situationsabhängig. Aber hier sind einige Beispiele:

Andere an die erste Stelle setzen. Im Geschäftsleben ist sich oft jeder selbst der Nächste. Doch davon finden wir nichts in der Bibel. „Weder Eigennutz noch Streben nach Ehre sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil: Seid bescheiden und achtet den anderen mehr als euch selbst. Denkt nicht an euren eigenen Vorteil. Jeder von euch soll das Wohl des anderen im Auge haben.“ (Philipper 2,3–4).

Geben statt Nehmen. Unsere natürliche Tendenz ist, soviel wie möglich aus einer Situation herausholen zu wollen, doch das biblische Gebot lautet, stattdessen so viel wie möglich zu geben. „Dabei sollen wir immer an die Worte denken, die unser Herr Jesus selbst gesagt hat: Geben macht glücklicher als Nehmen.“ (Apostelgeschichte 20,35).

© 2020. Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.bobtamasy.blogspot.com
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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