Raum schaffen fürs Wesentliche (Robert J. Tamasy)

14.10.2019

Freiraum ist für unser Leben in vielerlei Hinsicht wichtig, auch wenn wir das oft nicht wahrhaben wollen. Auf einem Blatt Papier helfen die Freiräume zwischen den Zeilen  unseren Augen, die einzelnen Wörter auszumachen. Ohne sie wäre es unmöglich, oder zumindest sehr mühselig, den Text zu lesen.

Leider ist vielen von uns nicht klar, wie wichtig Freiräume auch in unseren Finanzen oder unserem Alltag sind. Wir versuchen, so viel wie möglich reinzustopfen, auch wenn wir wissen, dass wir nicht alles schaffen können, was wir uns vorgenommen haben. Das Ergebnis ist Stress – sehr viel Stress.

In einem Flyer las ich mal diese Beschreibung: „Ein Freiraum ist das, was wir an Zeit, Geld oder was auch immer zurückhalten, um Produktivität, Stabilität, Integrität zu bewahren.“ Freiraum im Kalender bedeutet Zeit zu reservieren für Ruhe, Alleinsein, für andere Menschen. Finanzieller Freiraum heißt, innerhalb unserer Möglichkeiten zu leben, und falls nötig unseren Lebensstil zu ändern. Freiraum bei der Arbeit bedeutet Konzentration auf das, wozu wir geschaffen sind, und alles andere außen vor zu lassen.

Doch meistens ist unser Leben vollgepackt mit Verpflichtungen und Ausgaben. Wir arbeiten möglichst viel, um möglichst viel zu erreichen, opfern dabei aber viel wichtigere Dinge: Beziehungen, Zeit für persönliche, körperliche und geistliche Wiederherstellung, echte Freude und vor allem Frieden in einer unruhigen Welt.

Obwohl unsere Gesellschaft uns zur Hektik ermutigt, ermahnt die Bibel uns doch zum Gegenteil: einen Gang zurückschalten, ruhen, lange genug Pause machen, um den  Augenblick zu genießen. Im Buch Hiob äußert die zentrale Figur Worte, mit denen die meisten von uns sich identifizieren können: „Ohne Ruhe und Frieden lebe ich dahin, getrieben von endloser Qual!“ (Hiob 3,26). Doch so muss es nicht sein. Die Bibel hat dazu unter anderem Folgendes zu sagen:

Nehmen Sie sich Zeit für Ruhe. Häufig scheint die Geschäftswelt zu rufen: „Tu etwas, irgendetwas, jetzt!“.

Doch selbst wenn die Lasten des Tages uns niederzudrücken scheinen, ist das Beste immer noch, auf den „Pause“-Schalter zu drücken und auf das zu warten, was Gott von uns erwartet. „Warte still und geduldig darauf, dass der Herr eingreift!“ (Psalm 37,7).

Nehmen Sie sich Zeit, Gott zu suchen. Wir neigen dazu, uns so von unseren Aktivitäten und Zeitplänen vereinnahmen zu lassen, dass wir Gott schnell aus den Augen verlieren. Doch in Krisenzeiten oder bei anstehenden Entscheidungen ist es immer noch das Beste, statt wie besessen zu arbeiten, das zu tun, wozu Psalm 46,11 uns drängt: „Hört auf!“, ruft er, „und erkennt, dass ich Gott bin! Ich stehe über den Völkern; ich habe Macht über die ganze Welt.

Konzentrieren Sie sich auf das, was Bestand hat. Vieles, was wir mit harter Arbeit erreicht haben, verliert mit der Zeit an Wert und Bedeutung. „Warum gebt ihr euer sauer verdientes Geld aus für Brot, das nichts taugt, und für Nahrung, die euch nicht sättigt? Hört doch auf mich und tut, was ich sage, dann habt ihr es gut! Ihr dürft köstliche Speisen genießen und euch daran satt essen.“ (Jesaja 55,2).

Gottes Prioritäten zu den unseren machen. Wenn wir Gott an erste Stelle setzen und so handeln, wie Er uns führt, wird Er für mehr als nur unseren täglichen Bedarf sorgen. „Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.“ (Matthäus 6,33).

 

© 2019. Robert J. Tamasy ist Vizepräsident von Leaders Legacy, Inc., einer gemeinnützigen Organisation in Atlanta, Georgia, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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