Schwierige Geschäfte in einer gefallenen Welt (Rick Boxx)

03.06.2019

Als Tom Phillips, der frühere Geschäftsführer von „Raytheon“ verstarb, erschien in seinem Nachruf im Wall Street Journal die Geschichte eines Studenten der „Harvard University“, der eine faszinierende Frage stellte. Der Student fragte Phillips, wie er die Leitung eines großen Rüstungskonzerns mit seinem christlichen Glauben vereinbaren könne.

Phillips‘ Antwort war ehrlich und gut durchdacht angesichts der Realität des menschlichen Daseins. Er sagte, „Wir würden uns eine Welt wünschen, in der Armeen und Waffen nicht nötig wären. Aber der Mensch ist verdorben. Die Nationen sind verdorben. Wir müssen für eine gemeinsame Verteidigung sorgen.“

Die meisten von uns arbeiten nicht für Unternehmen, die Kriegswaffen herstellen. Aber es kann herausfordernd sein, wenn wir in einem Beruf oder einer Branche arbeiten, wo wir gezwungen sind, mit der „Verdorbenheit des Menschen“, wie Phillips es ausdrückt, umzugehen, und unbequeme Entscheidungen treffen müssen.

Juristen zum Beispiel haben jeden Tag mit den dunkelsten Seiten der Menschheit zu tun. Rechtsanwälte müssen nicht nur Verbrechensopfer, sondern auch Täter vertreten. Die pharmazeutische Industrie versorgt viele Menschen mit wichtigen Medikamenten, die sich aber auch als sehr schädlich herausstellen können, wenn sie missbräuchlich konsumiert werden. Auch Ärzte und Pflegekräfte müssen manchmal schwere Entscheidungen treffen, wenn es keine einfachen Lösungen gibt. Sogar Lehrende können vor große Herausforderungen gestellt werden.

Vielleicht stellt auch Ihr Job Ihre Werte und Überzeugungen von Zeit zu Zeit auf die Probe. Doch heißt das, dass wir an einer ethischen Kreuzung aufgeben oder den Weg des geringsten Widerstandes gehen müssen? Als Nachfolger Jesu Christi sind wir vielleicht sogar versucht zu fragen, „Gott, warum hast Du mich in diesen Beruf berufen?“

Die Bibel hat zwar nicht für jedes ethische Dilemma eine einfache Antwort, aber der Herr beruft uns und andere dazu, Ihm in vielen schwierigen Umständen zu dienen. So heißt es beispielsweise in 1. Korinther 7,17, „Jeder soll das Leben annehmen, in das Gott ihn gestellt hat, und an dem Platz bleiben, an dem er war, als Gott ihn zum Glauben rief.

So wie Jesu Jünger in biblischen Zeiten sollen auch wir in schwierigen Herausforderungen Gottes Weisheit, Führung und Gnade suchen. Ich glaube, dass Gott in Seinem Wunsch, eine gefallene Welt, die sich weit von Seinem ursprünglichen Plan entfernt hat, zu erlösen, einige Menschen notwendigerweise in unerfreuliche Branchen stellt. Wenn wir das als Seinen Willen annehmen können, was können wir dann anderes tun als unsere Aufgaben zu erfüllen und darum zu kämpfen, Ihm wohlgefällige Entscheidungen zu treffen? Hier einige Richtlinien aus der Bibel:

Um Weisheit bitten. „Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt zu entscheiden, was in einer bestimmten Angelegenheit zu tun ist, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben.“ (Jakobus 1,5).

Weisen Rat suchen. Wir sollten weise Menschen finden, die wir in schwierigen Situationen um Rat fragen können. „Ohne eine gute Regierung geht jedes Volk zugrunde; wo aber viele Ratgeber sind, gibt es Sicherheit.“ (Sprüche 11,14).

Um Kraft bitten. Gott hilft uns, der Versuchung zu widerstehen. „Den Erschöpften gibt er neue Kraft, und die Schwachen macht er stark… Aber alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, bekommen neue Kraft.“ (Jesaja 40,29–31).

 

Copyright 2019, Unconventional Business Network, früher Integrity Resource Centre, Inc.
Aus „Integrity Moments with Rick Boxx“, eine Kommentarreihe über Ehrlichkeit am Arbeitsplatz aus christlicher Sicht.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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