Sensibilität (Jim Langley)

16.12.2019

Eines der Dinge, an der es der heutigen Geschäftswelt mangelt, ist Sensibilität. Sie kann definiert werden als das „Aufspüren“ der Bedürfnisse derjenigen, mit denen wir tagtäglich zu tun haben. Leicht entfernen wir uns von denjenigen, denen wir am nächsten stehen sollten, blenden sie aus.

Doch Sensibilität kann sowohl im Berufsleben als auch in den persönlichen Beziehungen entscheidend sein und einen enormen Unterschied machen.

Doch bei der Sensibilität geht es nicht nur um die Qualität und den Ton unserer Gespräche. Manchmal ist es erforderlich, viel Zeit zu opfern, um auf die Bedürfnisse anderer Menschen einzugehen. Aktives Zuhören gehört ebenso dazu wie Fürsorge für andere Menschen, und dass wir ihre Bedürfnisse vor unsere eigenen stellen.

Beziehungen gehören zu einem bedeutenden, erfüllenden Leben dazu. Als kleiner Junge hatte ich nur zu Familienmitgliedern Beziehungen; da ich 10 Jahre lang ein Einzelkind war, lernte ich nicht, wie man starke, gute Beziehungen knüpft. Ich lernte erst, dauerhafte Beziehungen zu leben, nachdem Jesus Christus als mein Retter und Herr in mein Leben gekommen war, und nach zwei Scheidungen und vielen verpassten Chancen. Wenn wir uns nur um uns selbst drehen, setzen wir uns selbst an die erste Stelle, auf Kosten unserer Beziehungen.

Über die „Kunst“ des Zuhörens ist viel geschrieben worden. Doch niemand verkörperte das besser als Jesus Christus. Ihm ging es um das „Herz“, Er konnte die Bedürfnisse sowohl der Massen als auch der einzelnen Menschen spüren, als Er Wunder wirkte und denen, die zuhörten, erklärte, wie sie eine ewige Beziehung zu Gott haben können. Auch wir können ein hörendes Herz haben, aber das hat seinen Preis. Wir können es nicht einfach an und aus stellen. Wir müssen uns auf die Umstände einlassen, in die der Herr uns stellt, und gleichzeitig mit Seinem Willen für unser Leben verbunden bleiben. Das ist nicht leicht, aber mit Gottes Hilfe möglich.

In Epheser 4,21-24 erklärt Apostel Paulus denjenigen, die Jesus nachfolgen:
„Was Jesus wirklich von uns erwartet,
habt ihr gehört – ihr seid es ja gelehrt worden: Ihr sollt euer altes Leben wie alte Kleider ablegen. Folgt nicht mehr euren Leidenschaften, die euch in die Irre führen und euch zerstören. Lasst euch in eurem Denken verändern und euch innerlich ganz neu ausrichten. Zieht das neue Leben an, wie ihr neue Kleider anzieht. Ihr seid nun zu neuen Menschen geworden, die Gott selbst nach seinem Bild geschaffen hat.“

Ich denke, nur so lernen wir, sensibel mit den Bedürfnissen unserer Mitmenschen umzugehen, nicht durch spezielle Kurse. Was wir brauchen, ist eine Herzensänderung. Wir müssen lernen, andere zu lieben, auch wenn sie nicht liebenswert sind.
So liebte Jesus, und so liebt uns unser Himmlischer Vater. Er hört auf unsere Bedürfnisse, aber Er will auch, dass wir Jesus erlauben, uns auf den einzigen Weg zu dauerhaftem Frieden und wahrem Glück zu führen.

Wenn wir sensibel sein wollen, müssen wir zuerst auf Gott hören. Die Veränderung unserer Herzen ist ein lebenslanger
Prozess, der uns Ihm immer ähnlicher werden lässt.
„Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe. Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird…“ (Römer 12,1-2).

 

 

 

 

©2019, alle Rechte vorbehalten. Jim Langley ist seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und engagiert sich seit langem beim CBMC.
Auch durch sein Schreiben ermutigt er gerne andere Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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