Stehaufmännchen – im beruflichen und persönlichen Leben (Jim Langley)

11.11.2019

Wir kennen es wahrscheinlich alle (ich jedenfalls habe es in den letzten über 30 Jahren in der Geschäftswelt immer wieder erlebt): Wir gehen mit großen Erwartungen in ein Bewerbungsgespräch, doch jemand anderes wird eingestellt.

Nach Jahren harter Arbeit denken wir, eine heißersehnte Beförderung verdient zu haben, doch stattdessen ist ein Kollege der Glückliche. Wir investieren viele Stunden in einen wichtigen Kunden und sind sicher, die Verhandlungen zu einem guten Verkaufsabschluss zu bringen, doch stattdessen gibt er unserem Konkurrenten den Vorzug.

Doch auch persönliche Lebenserfahrungen machen es erforderlich, dass wir uns zu „Stehaufmännchen“ entwickeln. Wenn wir an einer Krankheit leiden oder finanziell zu kämpfen haben, wenn sich die Beziehungen in unserer Familie schwierig gestalten oder unerwartete und kostspielige Notfälle auftreten, lernen wir, wie wichtig es ist, immer wieder aus Widrigkeiten aufstehen zu können. Solche Situationen haben sich für mich immer wieder als erinnerungswürdig und bedeutsam erwiesen, als wichtige Lektionen in Durchhaltevermögen, auch wenn es sicherlich nicht immer leicht war. Vor allem, wenn wir der Auffassung sind, nichts zu der schwierigen Lage beigetragen zu haben, in der wir uns befinden.

Wenn wir die Bibel lesen und ihre Lehren auf die alltäglichen Herausforderungen und Kämpfe im Geschäftsleben anwenden, entdecken wir, dass die ersten Nachfolger Jesu Christi viel darüber lernen mussten, wie man aus Widrigkeiten und Nöten wieder aufsteht. Jesu Jünger – diejenigen, die Ihm während Seiner Zeit auf Erden am nächsten standen – mussten durch viele Prüfungen hindurch. Die meisten von ihnen starben als Märtyrer, und dennoch ermöglichte ihnen ihr Glaube, bis zum letzten Atemzug für Jesus Christus durchzuhalten.

Ein klassisches Beispiel finden wir in den Worten von Paulus in seinem Brief an die antike Gemeinde in Philippi.

Er schrieb:
„Ich hoffe inständig und bin zuversichtlich, dass ich während meiner Gefangenschaft nicht schwach werde und versage, sondern dass Christus wie bisher, so auch jetzt durch mich bekannt gemacht und geehrt wird, sei es durch mein Leben oder durch meinen Tod. Denn Christus ist mein Leben und das Sterben für mich nur Gewinn. Weil ich aber mehr für Christus erreichen kann, wenn ich am Leben bleibe, weiß ich nicht, was ich mir wünschen soll. Ich bin hin- und hergerissen: Am liebsten würde ich schon jetzt sterben, um bei Christus zu sein. Das wäre das Allerbeste! Andererseits habe ich bei euch noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.“ (Philipper 1,20-24).

Ich glaube, dass Gott genau das von uns will. Er sucht nicht unbedingt nach Märtyrern, aber nach hingebungsvollen Nachfolgern, die bereit sind, Ihn und andere Menschen vor ihre eigenen Bedürfnisse zu stellen. Er will, dass wir wieder aufstehen, wenn unser geistlicher Feind uns durch allerlei negative Entwicklungen zu Boden drückt, und bis zum Ende treu bleiben.

 

 

 

 

©2019, alle Rechte vorbehalten. Jim Langley ist seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und engagiert sich seit langem beim CBMC.
Auch durch sein Schreiben ermutigt er gerne andere Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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