„Versuchen Sie nie, die klügste Person im Raum zu sein“ (Robert J. Tamasy)

30.09.2019

„Gemeinsam sind wir stärker“, dieses Motto gilt im Sport, aber auch im Arbeitsleben. Auch der beste Trainer wird ohne fähige Spieler scheitern. Ein Visionär ohne Team, das hilft, die Vision auch umzusetzen, ist nur ein Träumer.

Leider stellen manche hochrangigen Führungspersonen nur weniger fähige Mitarbeiter ein, sei es, weil sie ein schlechtes Urteilsvermögen haben, oder weil sie ihr eigenes brüchiges Ego schützen wollen. So „schützen“ sie sich davor, von begabteren und besser ausgebildeten Mitarbeitern  überflügelt zu werden.

Zum Glück geht es nicht allen Geschäftsführern und Spitzenmanagern so. Michael Dell, Gründer und
Geschäftsführer von Dell Technologies, eines der größten Infrastrukturunternehmen der Welt, soll gesagt haben: „Versuchen Sie nie, die klügste Person im Raum zu sein. Falls Sie es doch sind, empfehle ich, klügere Menschen einzuladen… oder einen anderen Raum zu finden.“

Das sagt viel über Dell oder Führungspersönlichkeiten wie ihn aus. Erstens sind sie demütig genug, sich nicht von Menschen, die mehr wissen oder können, bedroht zu fühlen. Zweitens wissen sie, dass sie es dem Unternehmen und den Aktionären schuldig sind, die bestmöglichen Produkte anzubieten – und das geht nur in einem Team mit Expertise in Bereichen, in denen sie selbst sich nicht so gut auskennen. Und drittens zeichnet sich eine gute Führungspersönlichkeit nicht dadurch aus, dass sie alles selbst macht, sondern dadurch, dass sie dazu die besten Leute heranzieht.

Als Herausgeber eines Magazins waren die schönsten, besten Tage für mich die der Planungssitzungen für die einzelnen Ausgaben. Wir betrachteten die Artikel und Kolumnen, die geschrieben worden waren, und dachten gemeinsam über Titel, Bilder und andere Graphiken nach, um sie für die Leser so attraktiv wie möglich zu machen.

Obwohl ich zu vielem eine starke Meinung hatte, musste ich zugeben, dass die Graphikdesigner überzeugende Ideen hatten, an die ich selbst nie gedacht hätte. Manche Kollegen hatten im Gegensatz zu mir einen besseren Blick für die Details. Und wieder andere brachten einfach neue Perspektiven ein. Immer wieder wurde klar: Das Ganze ist größer als die Summe der Einzelteile. Die Bibel hat viel dazu zu sagen:

Vertrauen in Gott bringt die nötige Demut. Manche Führungskräfte befürchten, vorgeführt zu werden oder Autorität zu verlieren. Doch das Vertrauen in Gott gibt uns die Zuversicht, dass Er uns auch am Arbeitsplatz die richtigen Menschen zur richtigen Zeit schickt. „Deshalb beugt euch unter Gottes mächtige Hand. Dann wird Gott euch aufrichten, wenn seine Zeit da ist.“ (1. Petrus 5,6).

Die Gaben und Beiträge anderer anerkennen. In einer Familie, Kirche oder in einem Unternehmen spielt jeder seine besondere, wichtige Rolle. Jeder wird benötigt, um das gewünschte Resultat zu erzielen. „Nun besteht ein Körper aus vielen einzelnen Gliedern, nicht nur aus einem einzigen… Angenommen, der ganze Körper bestünde nur aus Augen, wie könnten wir dann hören?… Aber so ist es ja auch nicht, sondern viele einzelne Glieder bilden zusammen den einen Leib.“ (1. Korinther 12,14-20).

Gemeinsam erreichen wir viel mehr. Mit Gott an unserer Seite entdecken wir auch am Arbeitsplatz, dass Er unsere Hoffnungen und Erwartungen bei weitem übertreffen kann – und das geschieht häufig durch andere Menschen. „Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.“ (Epheser 3,20).

 

© 2019. Robert J. Tamasy ist Vizepräsident von Leaders Legacy, Inc., einer gemeinnützigen Organisation in Atlanta, Georgia, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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