Wer wird sich in 10 Jahren noch an Sie erinnern? (Robert J. Tamasy)

24.06.2019

Eines der tiefgreifendsten Klischees, die ich je gehört habe, ist so einfach, dass man es leicht ignorieren kann: „Ruhm geht schnell vorbei.“ Wir kennen das: Ein Musiker landet einen Nummer-1-Hit, danach kommt nichts mehr. Jahre später kennt niemand mehr seinen Namen.

Politiker kandidieren für hochrangige Ämter, wollen gar Präsident werden. Wenn sie die Wahl verlieren, sind sie allerdings schnell vergessen.

Patrick Morley, Redner und Autor verschiedener, guter Bücher, schrieb dazu: „Heute morgen versuchte ich mich an den Namen eines enorm erfolgreichen Geschäftsmannes, Menschenfreund  mit Kultcharakter aus Tampa (Florida, USA) zu erinnern. Sein  Name war ständig in den Nachrichten. Er war viel berühmter als du und ich jemals sein werden, doch nach nur 10 Jahren kann ich mich nicht mehr an seinen Namen erinnern. Und er ist nicht der einzige, von dem ich nicht mehr weiß, wie er heißt.“ Der Weg vom Ruhm in die Vergessenheit kann sehr kurz sein.

Dann stellte Morley die Frage: „Wer wird sich 10 Jahre nach Ihrem Tod noch an Ihren Namen erinnern?“ Wenn wir an all die Berühmtheiten denken, die längst in Vergessenheit geraten sind, ist das eine wichtige Frage an uns selbst.

Die grundlegende Frage ist nicht, wie wir zu langlebigem Ruhm kommen. Die Frage ist vielmehr die, welche Prioritäten wir setzen sollten, damit unser Leben über unseren Tod hinaus durch das Leben anderer Menschen Wirkung zeigt. Wir können Wohlstand anstreben, uns ehrgeizige berufliche Ziele setzen, nach Anerkennung und Status streben oder jedweden Lebenstraum verfolgen. Doch wenn wir im Leben der Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben, keine positive Bedeutung haben, werden wir letzten Endes nichts erreicht haben.

Denken Sie an das Leben Jesu Christi. Sein eigentlicher Dienst auf der Erde dauerte nur drei Jahre. In dieser Zeit berührte Er Tausende von Menschen, aber vor allem investierte Jesus viele Stunden damit, eine Handvoll Männer unterschiedlicher Herkunft zu unterrichten. Sie gehörten nicht zur Elite. Doch 2.000 Jahre später kann Sein Wirken in ihrem Leben (das von ihnen an andere weitergegeben wurde) in Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gesehen werden. Der Apostel Paulus bot uns folgende Perspektive: „Darum verlieren wir nicht den Mut. Wenn auch unsere körperlichen Kräfte aufgezehrt werden, wird doch das Leben, das Gott uns schenkt, von Tag zu Tag erneuert. Was wir jetzt leiden müssen, dauert nicht lange. Es ist leicht zu ertragen und bringt uns eine unendliche, unvorstellbare Herrlichkeit. Deshalb lassen wir uns von dem, was uns zurzeit so sichtbar bedrängt, nicht ablenken, sondern wir richten unseren Blick auf das, was jetzt
noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare bleibt ewig.“ (2. Korinther 4,16–18).

Deshalb noch einmal die Frage: Wer wird sich 10 Jahre nach Ihrem Tod noch an Ihren Namen erinnern? Natürlich wird niemand von uns je an Jesus Christus, den Sohn Gottes, heranreichen können. Aber in der kurzen Zeit, die uns noch bleibt, können wir an Seinem ewigen, lebensverändernden Dienst teilhaben. Welche Auswirkung soll Ihr Leben auf die Ewigkeit haben?

© 2019. Robert J. Tamasy ist Autor vieler Bücher in englischer Sprache zum Thema Management
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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