Wessen Geschäft ist das überhaupt? (Jim Langley)

11.03.2019

Eine Frage, die wir uns als Geschäftsleute immer stellen sollten, lautet: Wessen Geschäft ist das überhaupt?


Eine typische Antwort für Familienunternehmen wäre: „Es ist unser (mein) Geschäft.“ Größere Unternehmen sind in der Regel im Besitz von mehreren Geschäftspartnern oder Aktionären. Oft haben wenige Großaktionäre die Kontrolle über die größten Unternehmen.

Ich denke, wir täuschen uns, wenn wir meinen, dass unsere Unternehmen uns gehören. In der Bibel lesen wir, wem in Wirklichkeit alles gehört! Alles gehört unserem Himmlischen Vater, der uns erlaubt, während unserer kurzen Zeit auf Erden, geschäftliche Angelegenheiten zu leiten. Häufig geben wir unser Unternehmen als Erbe an die nächste Generation weiter. Doch früher oder später geht es wieder an Ihn zurück. Alles ist Teil Seiner wunderbaren Vorsehung! Meiner Ansicht nach ist Arbeit keine Plagerei, sondern etwas Gutes, das genossen werden sollte. Doch dazu brauchen wir die richtige Perspektive, wie ich auf meiner geistlichen Reise gelernt habe.

Einige Monate vor meinem 40. Geburtstag wechselte ich in den Bereich der Finanzdienstleistungen. Das war ein Risiko, weil ich mich darin noch nicht auskannte. Ich wusste, dass ich die nötigen Fertigkeiten besaß, eine Garantie gab es jedoch keine.

Ich hatte schon immer ein unternehmerisches Denken, und „New York Life“ war bereit, mich auszubilden.

Das erste Jahr stellte sich als echte Herausforderung dar. Ich durfte einen neuen Verkaufsmanager aussuchen. Da ich einige Monate zuvor Jesus Christus als meinen Herrn und Erlöser angenommen hatte, wählte ich einen Manager, den ich für seinen starken christlichen Glauben bewunderte. Es war ein großer Segen, mit seinem Team zu arbeiten.

Vier Jahre später lernte ich die CBMC (Herausgeberin der Montags Mannas; Anm. d. Übers.) kennen. Die Beziehungen, die hier entstanden, ermutigten und befähigten mich, in extrem herausfordernden Zeiten geistlich stark zu bleiben. Eine der wichtigsten Lektionen, die ich lernte, hängen mit der Frage zusammen: Wessen Geschäft ist das überhaupt?

In den letzten Jahrzehnten wurden unzählige Bücher über den Erfolg geschrieben. Ich denke, Erfolg kommt davon, dass wir anerkennen, dass Gott der wahre Eigentümer unseres Unternehmens ist, davon, dass wir alle Mitarbeiter, die für uns arbeiten, wertschätzen, und davon, dass wir Gott für unsere Erfolge die Ehre geben.

In Lukas 12,26-21 erzählt Jesus das Gleichnis eines reichen Mannes, der sich dazu entschloss, seine Scheunen abzureißen und größere zu bauen für seine reiche Ernte. Dieser Mann erkannte, dass er reich war, und meinte, er könne das Leben leichtnehmen, essen trinken und fröhlich sein.

In den Versen 20-21 warnt Jesus, „Aber Gott entgegnete ihm: Wie dumm du doch bist! Noch in dieser Nacht wirst du sterben. Wer bekommt dann deinen ganzen Reichtum, den du angehäuft
hast?… So wird es allen gehen, die auf der Erde für sich selber Reichtümer anhäufen, aber mit leeren Händen vor Gott stehen.“

Wir müssen erkennen, dass alles, was wir haben, Gott gehört. Ich möchte Sie sehr dazu ermutigen, Ihn zu suchen und Seine Gegenwart in Ihrem (Geschäfts-) Leben zu erkennen.

Jim Langley ist seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und engagiert sich seit langem beim CBMC. Auch durch sein Schreiben
ermutigt er gerne andere Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
CBMC INTERNA TIONA L: Jim Firnstahl, President. Tel.: +1 402 431 0002 – Fax: +1 402 431 1749 Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210,
Omaha, Nebraska 68154, USA E-Mail: jmarple@cbmcint.org – Internet: www.cbmcint.org (IVCG-Manna Nr. 806/ 11. KW 2019)